Entscheidungen unter Druck – Warum wir uns oft selbst im Weg stehen

Entscheidungen unter Druck – Warum wir uns oft selbst im Weg stehen

Wir treffen jeden Tag unzählige Entscheidungen. Die Bandbreite geht von kleinen Alltagsfragen bis hin zu richtungsweisenden Entscheidungen für unser Leben und unser Geschäft. Doch was passiert, wenn wir unter Druck entscheiden müssen? Oft stehen wir uns selbst im Weg. Ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Die Gefahr überhasteter Entscheidungen

Als Unternehmer habe ich gelernt, dass schnelle Entscheidungen manchmal notwendig sind. Doch nicht jede schnelle Entscheidung ist eine gute Entscheidung. Unter Druck neigen wir dazu, auf bewährte Muster zurückzugreifen, statt die Situation mit klarem Kopf zu analysieren. In meiner Zeit als Unternehmer in der Modebranche musste ich oft kurzfristig über große Bestellungen oder Partnerschaften entscheiden. Manchmal führte das zu Erfolgen, manchmal aber auch zu teuren Fehlentscheidungen. Besonders in stressigen Phasen, wenn der Druck hoch war, habe ich mich von äußeren Einflüssen oder Emotionen leiten lassen – mit gemischten Ergebnissen.

Warum stehen wir uns selbst im Weg?

Unser Gehirn ist darauf programmiert, schnelle Lösungen zu finden. Doch gerade unter Druck neigen wir dazu, Fehler zu machen:

  • Angst vor Fehlentscheidungen: Wir denken zu lange nach oder handeln impulsiv aus der Sorge heraus, etwas zu verpassen.
  • Verzerrte Wahrnehmung: Stress beeinflusst unsere Urteilsfähigkeit. Wir sehen nur noch die Risiken oder nur die Chancen – selten beides.
  • Der Wunsch nach Kontrolle: Wenn der Druck steigt, wollen wir schnell handeln, um die Unsicherheit zu beseitigen. Doch oft fehlt die nötige Distanz.

Wie kann man unter Druck bessere Entscheidungen treffen?

Über die Jahre habe ich mir einige Strategien angewöhnt, um mit solchen Situationen besser umzugehen:

  • Kurz innehalten: Selbst ein paar Sekunden bewusstes Durchatmen können helfen, den Kopf klar zu bekommen.
  • Eine andere Perspektive einnehmen: Was würde ich einem Freund raten? Diese Frage hilft, Distanz zur eigenen Entscheidung zu gewinnen.
  • Erfahrungen nutzen, aber nicht blind vertrauen: Was hat in der Vergangenheit funktioniert? Und ist das wirklich auf die aktuelle Situation übertragbar?
  • Notfalls eine Nacht darüber schlafen: Wenn es nicht absolut dringend ist, lohnt es sich, eine Entscheidung zu vertagen. Oft sieht man die Dinge am nächsten Tag klarer.
  • Sich bewusst machen, dass keine Entscheidung auch eine Entscheidung ist: Manchmal ist Abwarten die klügste Option.

Entscheidungen mit Weitblick treffen

Entscheidungen unter Druck sind herausfordernd und wir sind oft unser größter Gegner. Doch mit der richtigen Herangehensweise lassen sich impulsive Fehlentscheidungen vermeiden. Ich habe gelernt, dass es nicht darum geht, immer sofort zu handeln, sondern in den richtigen Momenten innezuhalten. Denn die besten Entscheidungen entstehen nicht unter maximalem Druck, sondern mit klarem Kopf und Weitblick.

➡ Ein Impuls vom 05. April 2025 – von Ulrich Kern, Unternehmer & Business Coach. Mehr auf ulrichkern.de.

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